Ilsa, Haremkeeper of the Oil Sheiks


 

Originaltitel: Ilsa, Haremkeeper of the Oil Sheiks

Kanada: 1976
Regie: Don Edmonds
Buch: Langton Staffort, Don Edmonds
Kamera: Glenn Roland, Dean Cundey, Rudi Küttel
Laufzeit: 89 min.
(deutsch 84 min.)
Darsteller: Dyanne Thorne, Michael R. Thayer, Jerry Delony, Uschi Digard, uvm.

Deutsche Veröffentlichung: Videophon (VHS)
sonstiges: indiziert seit 18.12.1982 

 

 

 

 

 

Wer kennt Sie nicht die berühmt berüchtigte Explointationfilmreihe um die resolute Schergin Ilsa? Nach dem Erfolg des ersten Ilsa-Streifens (Ilsa – She Wolf oft he SS) ließ der kanadische Regisseur Don Edmonds schnell einen Nachfolger drehen. Erfahrung im Genre hat er bereits mit seinem Debütfilm „Wilder Honig“ (1971) sowie dem Erotik-Thriller “Tender Loving Care“ (1974)und „Ilsa She Wolf of the SS“ (1974) gesammelt. Wer glaubt das „Ilsa – She Wolf of the SS“ schon die Spitze vom Eisberg in Sachen absurder Perversionen ist, wird sich täuschen. Zwar bietet die orientalische Kulisse von „Ilsa – die Hareemswächterin des Ölscheichs“ einenicht so perfide und beklemmende Atmosphäre wie sein Vorgänger, besticht aber durch wesentlicher morbidere Einfälle. Edmonds haucht dem Film zudem bei weitem mehr Unterhaltungswert ein. Die wirre Story um Sex, Gewalt und nochmals Gewalt wird durch einige sehenswerte Stunts und Schiesserein aufgelockert.

 

   

 

Die luxuriös anmutende Kulisse des Haremstempels und das Treiben in diesem mögen viele Zuschauer gedanklich ins Schwärmen versetzten. Doch sie haben ihre Rechnung ohne Ilsa gemacht! So setzt Regisseur Edmonds dem immer beliebter werden (S)Explointationgenre der 70er Jahre mit noch mehr nackter Haut und Gewalt die Krone auf. Zu Ilsa gesellen sich wie gewohnt zwei weitere, diesmal schwarzen Gespielinnen, die vorab den Eindruck erwecken nur gut auszuschauen und den Streifen noch mehr Fleischbeschau einzuhauchen. Doch Edmonds belehrt und eines besseren und lässt diese reihenweise und mit äußerster asiatischer Kampfkunst, die Männer auf die Knie fallen. Für Ilsa sind die zwei Kung-Fu-Mäuse eine Art Leibgarde. Ilsa selbst hat die Oberhand im Harem des Scheichs El Sharif und mordet unbehelligt.

 

Wie gewohnt umgesetzt in extrem perverse Special-FX! Diese sind stellenweise ganz schön ausgefallen. Frauen werden beispielsweise als lebende Vaginal-Minen umgerüstet so, dass es beim Liebesakt zu dem etwas lauteren Bums kommt. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln welche Methoden der Scheich anwendet um lästige, wohlhabende Landsmänner "beschenkt" zur Seite zur räumen. Da der Scheich multikulturell veranlagt ist, werden junge Mädchen aus aller Welt entführt und in großen seidengepolsterten Kisten aus aller Welt importiert. Die Ware Mensch steht mal wieder einmal mehr im Vordergrund von Edmonds Film. Doch El Sharif hat seine Rechnung ohne den typischen Film-Amerikaner gemacht, der fast im Alleingang die Liebessklavinnen des Scheichs heldenhaft befreit.

 

   

 

Schönheitschirugen dürften bei Betrachten des Streifens nur mit dem Kopf schütteln. Da El Sharif nur schöne Frauen haben will, werden manche natürlich noch nach den Wünschen des Scheichs operiert. Hier wird Silikon verspritzt, weggeschnibbelt, zugespachtelt uvm.. Frauen werden von Ilsa anschließend in Lektionen der Liebe unterrichtet. Das dieses natürlich nicht ohne wenn und aber geht dürfte jedem klar sein.

 

Hervorzuheben ist in dem zweiten Ilsa-Film die tlw. recht amüsante Mischung aus Action- und Abenteuerfilm. Der Score ist theatralisch genug um die derbe Folterszenerie zu untermauern. Gute Makeupeffekte könnt Ihr nicht erwarten, denn vieles wird mehr im off angedeutet als herbe zur Schau gestellt.

 

   

 

Wer diese Mischung aus extremer Gewalt, Sex und trashiger Story verkraftet, dürfte mit dem (S)Explointationkracher seine helle Freude haben. Allen anderen sei zweifelsohne abgeraten. In Deutschland ist übrigens bislang nur eine Fassung erhältlich, die zudem stark gekürzt ist. Um in den vollen Genuss des Films kommen zu können, empfehlen wir die US-DVD von Anchor Bay.

 

Fazit: für (S)explointationfans wohl eines der besten Werke, für alle anderen nur lächerliches Schmierentheater!

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